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Aizen - Las Noches

   Las Noches  

,,Can't feel the pain that I expected."

 

 

,,Besser. Viel besser.", und dieses Mal weiß ich, dass die Stimme nicht aus meinem Kopf kommt.

Es scheint, als führe jede Tür zu einem neuen Raum, mit neuen Regeln. In diesem Raum ist der Mann in Schwarz keine Stimme in meinem Kopf. In diesem Raum steht er in diesem Moment mir grinsend gegenüber.

,,Es ist Zeit für ein Palaver.", sagt er. Seine Stimme ist anders. Nicht so dröhnend, aber dennoch fest und kräftig.

Ein Palaver halten. Ich hörte dieses Wort schon einige Male, aber wenn er es in den Mund nimmt, dann sind die Dinge anders. Dann setzt man sich auf den Boden und am Ende ist man ein anderer Mensch, als man es noch zu Beginn des Gesprächs war.

Also setze ich mich auf den bodenlose Schwärze und schaue dieser Gestalt ins Gesicht.

,,Mir war so, als wärst du mal ängstlicher gewesen. Interessant, dass dem nicht mehr so zu sein scheint.", ein Lächeln umspielt seine blassen Lippen. ,,Wie du siehst, geht es nicht ohne mich. Du kannst mich nicht loswerden, so sehr du dir das auch wünschen magst. Innerhalb all dieser Welten bin ich dein Gegenstück, dein Ausgleich auf der Waage. Ihr Menschen nennt es Ying und Yang, Gut und Böse. Ich sage dir lediglich eine Sache, die für dich wichtig sein sollte: Sollte ich jemals sterben, dann wirst auch du es tun."

Es ist seltsam, ihn so lange reden zu hören. Bisher war es nie so, als wäre er ein großer Redner gewesen, auch wenn es mir so vorkommt, als hätte er nie etwas Anderes getan.

,,Um dir eine gewisse Frage vorweg zu nehmen: Nein, du bist nicht tot.", Stille.
,,Du träumst noch. Bist niemals aufgewacht. Und wenn ich der Erste sein sollte, der aus diesem Traum erwacht, dann werde ich alle Türen hinter mir versperren, so wie du es tun würdest. Dann bin ich der Herrscher über diesen Körper."

Er mustert mich grinsend.

,,Was ist der Unterschied zwischen einem König und seinem Pferd? Ich meine natürlich nicht lächerlichen Unsinn wie "Eins ist eine Person und das andere ein Pferd" oder "Das eine hat zwei Beine und das andere vier". Stell dir vor, ihre Form, ihr Aussehen, ihre Kraft und Fähigkeiten wären genau gleich - Was macht den einen zum König, der die Schlacht führt, während der andere zum Pferd wird und den König trägt? Es gibt nur eine Antwort. Instinkt! Damit zwei gleiche Lebewesen stärker werden können und die Kraft erlangen, König zu werden, müssen sie nach mehr Kämpfen und mehr Kraft suchen. Sie dürsten nach Kämpfen, danach gnadenlos jemanden zu zerquetschen, zu zerstören, zu pulverisieren! Tief, tief in unseren Körpern liegt der Instinkt zum Töten. Doch du hast diesen Instinkt nicht. Du hast nicht dieses reinen, simplen Instinkt! Du versuchst, mit dem Kopf zu kämpfen. Du versuchst deine Gegner mit Logik zu besiegen. Und es funktioniert nicht! Du versucht sie mit einem stumpfen Schwert zu schneiden! Deshalb bist du schwächer als ich, Junge! Und deshalb werde ich als erstes diesen Traum verlassen und dich in diesen Welten einsperren."

In seinen Augen spiegelt sich kein Hass. Keine Wut. Keine Missgunst. Er ist einfach mein Gegenstück. Mein Merkur. Und sollte er jemals es schaffen, aus diesen Welten als erstes zu entkommen, sind wir alle dem Untergang geweiht.



,,I know what will be."

(Porcupine Tree - Bonnie the Cat)


4.4.14 00:17

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